Eine Frau und ein Jugendlicher vergleichen am Küchentisch Zahlungsmethoden auf dem Smartphone und halten eine Bankkarte.

Zahlungsmethoden beim Online-Shopping: Diese Möglichkeiten gibt es

Lars Gabriel Meier 5 Minuten

Von Twint bis Rechnung, von Debitkarte bis «Buy now, pay later»: Wer online einkauft, kann heute aus einer Vielzahl von Zahlungsmethoden wählen. Hier gibt es einen Überblick über die wichtigsten Zahlungsarten beim Online-Shopping und was Eltern dazu wissen sollten.

Das Wichtigste in Kürze:

Rechnung

Herkömmliche Zahlung auf Rechnung

Bei der herkömmlichen Zahlung auf Rechnung wird die Ware oder Dienstleistung zuerst geliefert. Die Bezahlung erfolgt anschliessend innerhalb der vorgegebenen Frist per Überweisung.

Monatsrechnung

Auch bei dieser Zahlungsart erfolgt die Bezahlung erst nach dem Einkauf. Im Unterschied zur herkömmlichen Zahlung auf Rechnung werden jedoch nicht einzelne Bestellungen separat abgerechnet. Stattdessen werden alle Einkäufe innerhalb eines Monats gesammelt und am Ende des Monats in einer gemeinsamen Rechnung zusammengefasst.

Ratenzahlung

Bei einer Ratenzahlung wird der Gesamtbetrag nicht auf einmal bezahlt. Stattdessen wird er in mehrere Teilbeträge – sogenannte Raten – aufgeteilt, die in regelmässigen Abständen beglichen werden. Das Produkt wird in der Regel sofort nach dem Kauf geliefert oder zur Verfügung gestellt. Der Kaufpreis gilt als vollständig abbezahlt, sobald alle vereinbarten Raten geleistet wurden. Je nach Anbieter fallen dabei zusätzliche Kosten wie Zinsen oder Gebühren an.

0-Prozent-Finanzierung

Bei dieser Zahlungsart wird der Kauf sofort abgeschlossen («Buy Now»), der Kaufpreis jedoch nicht auf einmal bezahlt. Stattdessen wird er über einen festgelegten Zeitraum in mehreren Raten beglichen («Pay Later»). Ein Beispiel dafür ist Klarna.

Was ist nun der Unterschied zur klassischen Ratenzahlung? Dieser liegt darin, dass während der Laufzeit keine Zinsen anfallen – aus diesem Grund wird hier von einer 0-Prozent-Finanzierung gesprochen.

Vorkasse

Während beim Kauf auf Rechnung die Ware zuerst geliefert und anschliessend bezahlt wird, ist es bei der Vorkasse umgekehrt: Die Bestellung wird zuerst bezahlt, beispielsweise per Überweisung via QR-Code oder IBAN. Die Ware wird erst dann versendet, wenn der Zahlungseingang beim Händler erfolgt ist.

Bezahlkarten

Prepaid-Kreditkarten

Bei dieser Zahlungsart wird vor der Nutzung zuerst ein Guthaben auf die Karte geladen. Ausgaben sind nur im Rahmen dieses Guthabens möglich. Eine Überschreitung des verfügbaren Betrags ist nicht möglich.

Debitkarten

Beim Online-Shopping mit der Debitkarte werden Beträge direkt vom Bankkonto abgebucht. Die Belastung erfolgt sofort nach der Transaktion.

Kreditkarten

Wer mit einer Kreditkarte einkauft, tätigt seine Zahlungen nicht direkt zum Zeitpunkt des Einkaufs. Die Einkäufe werden vielmehr zunächst gesammelt und in der Regel einmal pro Monat über eine Sammelrechnung abgerechnet.

PaysafeCard

Bei dieser Zahlungsart wird vorab ein Guthaben in Form eines Codes gekauft. Beim Bezahlen im Internet wird dieser Code eingegeben und der Betrag vom Guthaben abgezogen. Es müssen weder Bank- noch Kreditkartendaten beim Händler angegeben werden.

Mehr zu den verschiedenen Bank- und Bezahlkarten erfahren

Der folgende Artikel gibt einen noch detaillierteren Überblick über die wichtigsten Bank- und Bezahlkarten und erklärt, wie sie funktionieren und worin sie sich unterscheiden.

Mobile Payment

Twint

Bei Twint werden Zahlungen über eine App ausgelöst und direkt vom verknüpften Bankkonto abgebucht.

Apple Pay, Google Pay & Samsung Pay

Bei Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay wird eine Debit- oder Kreditkarte digital im Smartphone oder in der Smartwatch hinterlegt. Die Zahlung erfolgt über die hinterlegte Karte und wird über den jeweiligen Bezahldienst abgewickelt. Die Dienste werden auch bei Online-Käufen zunehmend als Zahlungsmethode angeboten und beschränken sich nicht mehr nur auf den Einsatz unterwegs.

Andere Zahlungsmethoden

Lastschriftverfahren

Beim Lastschriftverfahren erteilt die Kundin oder der Kunde dem Händler vorgängig eine Einzugsermächtigung. Anschliessend darf der Händler den Rechnungsbetrag direkt vom Bankkonto abbuchen. Das Verfahren wird häufig bei regelmässigen Einkäufen oder wiederkehrenden Zahlungen eingesetzt. Es wird per Ende September 2028 eingestellt – nachzulesen auf dem KMU-Portal des SECO. Als digitale Nachfolgelösung wurde eBill Direct Debit eingeführt. Dabei wird die Einzugs- und Belastungsermächtigung direkt in eBill eingerichtet und verwaltet. Der Rechnungssteller übermittelt seine Forderung anschliessend über eBill. Nach der automatischen Prüfung wird der entsprechende Betrag direkt vom hinterlegten Konto eingezogen.

PayPal

Bei PayPal werden Zahlungen über ein verknüpftes Bankkonto oder eine Kreditkarte abgewickelt. Der Betrag wird über den PayPal-Account an den Händler weitergeleitet.

Bitcoin und Kryptowährungen

Wenige Schweizer Onlineshops akzeptieren Zahlungen mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen. Der Betrag wird dabei digital übertragen – häufig verbunden mit zusätzlichen Gebühren.

Offline-Zahlungen für Online-Shopping

Click & Collect

Die einzige Möglichkeit zur Barzahlung beim Online-Shopping ist Click & Collect: Dabei wird die Ware online bestellt und reserviert und anschliessend im Geschäft abgeholt, wo sie vor Ort bar bezahlt werden kann.

Fazit: Nicht die Zahlungsmethode ist die Herausforderung, sondern der Umgang mit dem Konsum

Obwohl Online-Shopping einige Unterschiede zum Einkaufen in klassischen Geschäften aufweist, bestehen auch zentrale Gemeinsamkeiten. In beiden Fällen sind die anfallenden Kosten in der Regel klar ersichtlich und nachvollziehbar. Sowohl online als auch offline bleibt ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit dem verfügbaren Geld zentral, insbesondere wenn Kinder und Jugendliche erste eigene Einkäufe im digitalen Raum tätigen.

Denn: Online-Shopping zeichnet sich vor allem durch die hohe Verfügbarkeit von Produkten und die sehr einfache sowie schnelle Abwicklung aus. Während man im Laden die Produkte in die Hand nimmt und die Menge direkt vor sich sieht, bedarf es online nur weniger Klicks, um Bestellungen auszulösen und abzuschliessen. Diese geringe Hürde kann dazu führen, dass Kaufentscheidungen impulsiver getroffen werden als im stationären Handel. Umso wichtiger ist ein reflektierter Umgang mit Konsumverhalten und eine gewisse Selbstdisziplin beim Online-Shopping.

Wie Eltern den Nachwuchs in solchen Situationen unterstützen können, zeigen die Beiträge in unserer Kategorie «Verschuldung und Prävention» – jetzt weiterlesen.

Tipps für Eltern: Den Nachwuchs beim Online-Shopping begleiten

Eltern sind gut beraten, regelmässig gemeinsam mit dem Nachwuchs einen Blick auf Kontoauszüge oder Zahlungsübersichten zu werfen und die getätigten Ausgaben zu besprechen. Dabei lassen sich insbesondere folgende Punkte gut thematisieren:

  • Auch kleine Beträge summieren sich durch häufige Einkäufe rasch zu grösseren Gesamtausgaben
  • Ein Überblick über laufende und einzelne Ausgaben hilft, das eigene Konsumverhalten besser einzuordnen
  • Darauf aufbauend können Jugendliche in Budgetfragen eingebunden werden und ein eigenes Budget erstellen. Der Zusammenhang zwischen verfügbaren Mitteln und tatsächlichen Ausgaben wird dadurch greifbarer

Auf diese Weise können Eltern dazu beitragen, einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit digitalem Geld zu fördern.